Willkommen auf der Website

 

der Sektion „Film, Foto, Audiovisuelle Kommunikation“ von younion _ Die Daseinsgewerkschaft“ (früher GdG-KMSfB)

 

Die DASEINSGEWERKSCHAFT ist die berufliche Interessensvertretung der künstlerisch, journalistisch, programmgestaltend, technisch, kaufmännisch, administrativ, pädagogisch unselbstständig oder freiberuflich Tätigen und Schaffenden in den Bereichen Kunst, Medien, Erziehung, Bildung und Sport sowie der in den Berufen dieser Bereiche in Ausbildung Stehenden oder bereits in Pension befindlichen. younion befasst sich daher nicht nur – wie alle Gewerkschaften – mit Wirtschafts-, Steuer-, Arbeits- und Sozialfragen, sondern richtungsweisend auch mit Kultur-, Medien- und Sportpolitik.

 

Am 29. Juni 2009 haben die GdG (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten) und die KMSfB (Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe) fusioniert und vertreten gemeinsam rund 155.000 Mitglieder.

 

Vom 18. bis 20. November 2015 fand der 2. Bundeskongress statt.
Eröffnet wurde dieser noch unter dem Namen Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB). Am Freitag, den 20. November 2015, fiel schließlich der Beschluss zum neuen Namen younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

 

 

 Aktuelles

 

 

All-in-Verträge

All-in Vereinbarung zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sind zulässig – Wochenpauschale gemäß § 7 KV.

All-in-Verträge können leicht zur Mogelpackung werden! Vielfach glauben ArbeitnehmerInnen, ein angemessenes Entgelt verhandelt zu haben, werden aber durch zahlreiche, nicht extra abgegoltene Überstunden in der Gesamtrechnung auf einen viel niedrigeren Stundensatz gedrückt, oft sogar unter den kollektivvertraglichen Mindestlohn.  Das ist natürlich nicht erlaubt. Auch bei einer All-in-Vereinbarung gehen die Arbeitszeiten nicht ins Uferlose und Sie dürfen als ArbeitnehmerIn weder mehr Arbeitsstunden leisten als gesetzlich erlaubt sind, noch dürfen sie bei der Entlohnung unter den kollektivvertraglichen Mindestlohn fallen. In solchen Fällen werden dann entsprechend weniger Überstunden vom vereinbarten Lohn oder Gehalt abgedeckt.

Zur einfachen Feststellung des Grundgehalts dient die verlinkte Tabelle

 

Für ab dem 1.1.2016 neu abgeschlossene Pauschallohnvereinbarungen gilt:

Der Grundlohn bzw. das Grundgehalt ist betragsmäßig im Dienstzettel/Arbeitsvertrag anzugegeben. Wird lediglich ein Gesamtentgelt ausgewiesen, das auch andere Entgeltbestandteile wie etwa Mehr- oder Überstundenstunden-Entgelt umfasst, dann hat der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin Anspruch auf den Grundlohn oder das Grundgehalt einschließlich der branchen- und ortsüblichen Überzahlungen wie ihn vergleichbare ArbeitnehmerInnen erhalten („Ist-Grundgehalt“/“Ist-Grundlohn“).

 

 

Kollektivvertrag für Filmschaffende: § 24 Werkstattprojekte per 30. März 2016 geändert

Die Kollektivvertragsparteien (Fachverband und ÖGB younion) sind überein gekommen, die Regelungen über Werkstattprojekte unterjährig zu ändern.

 

Demgemäss gilt ab jetzt

  • Werkstattprojekt weiterhin als Nachwuchs- und Innovationsprojekt,
  •  nur für öst. Kinofilme; österreichisch-ausländische Koproduktionen und Auftragsproduktionen sind ausgeschlossen,
  • 3 Stabsangehörige: die RegisseurIn als Nachwuchsfilmkraft sowie zwei weitere Nachwuchsfilmkräfte aus dem kreativen Bereich (Kameramann/frau, SchnittmeisterIn, TonmeisterIn, TonmeisterIn, KostümbildnerIn, MaskenbildnerIn),
  • die Budgetgrenze wird von € 1,3 Mio. auf € 1,4 Mio. erhöht. Bei Budgets bis zu € 1,1, Mio. bleiben die bisherigen Pauschalsätze(€ 429,02  Woche, €594,42 bei §7 Pauschalen). Bei Budgets zwischen € 1,1 Mio. und € 1,4 Mio. ist der Kollektivvertrag mit den jeweiligen Sätzen anzuwenden, jedoch können diese bis zu maximal 50% reduziert werden,
  • die Nachwuchskräfte sind wie bisher mit Dienstvertrag anzustellen.

Die Kollektivvertragsparteien sind weiters übereingekommen, für eine effiziente Kontrolle der Werkstattprojekte bei den Filmförderinstitutionen einzutreten. Sollten hiefür die Mechanismen verbessert werden können, besteht Bereitschaft der Sozialpartner, ab 2017 das Werkstattprojekt auch an die im Österreichischen Filminstitut für Nachwuchsfilm geltenden Budgetgrenzen anzupassen.

 

 

 Kollektivvertrag für Filmschaffende und Nicht-Filmschaffende

 

Am 21. November 2016 hat nach Verhandlung des KV Nichtfilmschaffende am 7. November 2016 nun auch die Verhandlungsrunde des Kollektivvertrags der Filmschaffenden stattgefunden. Nach langen Diskussionen über die derzeitige Entwicklung des Verbraucherpreisindex wurde letztlich im Hinblick auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche ein Kollektivvertragsabschluss von jeweils 1,25% vereinbart.

 

Daneben haben die Sozialpartner beschlossen, noch in den nächsten Wochen eine Konsolidierung des bestehenden Kollektivvertrags für Filmschaffende, unter Berücksichtigung des geänderten arbeitsrechtlichen Umfelds zu verhandeln und tunlichst bereits für den kommenden Kollektivvertag 2017 in Kraft zu setzen.

 

Wesentliche Vorarbeiten konnten hier bereits abgeschlossen werden und wird mit dieser Konsolidierung des arbeitsrechtlichen Teils des KV jedenfalls ein transparenteres und rechnerisch genaueres Verhältnis der verschiedenen, auf die Bedürfnisse der Filmwirtschaft zugeschnittenen Arbeitszeitmodelle erreicht.

 

Insgesamt zeigt dieser Abschluss, dass trotz des schwierigen wirtschaftspolitischen Umfelds die Verhandlungspartner jenes Augenmaß bewiesen haben, das die filmspezifischen Herausforderungen der nächsten Jahre berücksichtigt, was Filmförderung und Investment der Sender betrifft, und sich gemeinsam weiterhin für Rahmenbedingungen einsetzen werden, die filmisches Arbeiten in Österreich noch ermöglichen.