Corona-Kurzarbeit

 

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es ein besonderes Kurzarbeitsmodell. Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf bis zu null Stunden zu reduzieren und trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu bleiben. Damit sollen so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung gehalten und Kündigungen oder einvernehmliche Lösungen vermieden werden. Sollte Ihnen die (vorübergehende) Auflösung Ihres unbefristeten Arbeits­verhältnisses angeboten werden, weisen Sie Ihren Arbeitgeber ausdrücklich auf diese Alternativmöglichkeit hin!

 

ÖGB und AK haben 400 Millionen Euro für die sogenannte Corona-Kurzarbeit verhandelt. Die Fakten zur Corona-Kurzarbeit, die vielen ArbeitnehmerInnen und Unternehmen durch die Corona-Krise helfen wird, ist in einem FAQ Corona-Kurzarbeit zusammengefasst.

 

Was ist die Corona-Kurzarbeit?

  • Eine neue Form der Kurzarbeit für die Corona-Krise und ist vor allem für unbefristete Arbeitsverhältnisse bestimmt.
  • Betriebe können rasch und einfach auf Kurzarbeit umstellen. Die Arbeitszeit der Beschäftigten wird dabei verringert.
  • Kurzfristig kann die Arbeitszeit auch zur Gänze entfallen.
  • Beschäftigte erhalten zwischen 80 und 90 Prozent ihres Lohns/Gehalts unabhängig davon, wie viel sie arbeiten (auch bei gänzlichem Entfall der Arbeitszeit).
    Zum Vergleich: Im Falle von Arbeitslosigkeit erhält man nur 55 bis maximal 60 Prozent des bisherigen Lohns/Gehalts (abhängig von den jeweiligen Ansprüchen).
  • Die Abwicklung der Corona-Kurzarbeit erfolgt über das Arbeitsmarktservice (AMS) mit den Betrieben.
  • Die Corona-Kurzarbeit wird für drei Monate Eine Verlängerung um weitere drei Monate ist möglich.

 

Kurzarbeit ist für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möglich, und zwar

  • unabhängig von der Staatsangehörigkeit bzw. allfälligen Bewilligungen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz sowie
  • unabhängig vom Beschäftigungsausmaß: Auch für Personen in Teilzeit (auch Eltern-, Alters-, Bildungs-, Pflege- und Wiedereingliederungsteilzeit) kommt Kurzarbeit in Betracht.
  • Kurz-Arbeit für Lehrlinge ist möglich!
  • Für Mitglieder des geschäftsführenden Organs (Geschäftsführer), die nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) versichert sind, ist Kurzarbeit möglich. Für Lehrlinge gibt es die Beihilfe ebenfalls, wenn sie von der Sozialpartnervereinbarung ausdrücklich erfasst sind (sobald das Berufsausbildungsgesetz entsprechend novelliert worden ist).

 

Kurzarbeit ist nicht möglich für geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer.

 

Finden Sie hier Antworten auf die häufigsten Fragen:

https://www.jobundcorona.at/

 

Sollten sich weitere Fragen zur Kurzarbeit ergeben, bitte mit Kollegen Richard Suchl (E-Mail: richard.suchl@younion.at) Kontakt aufnehmen.