Kollektivverträge 2020

 

Am 7. Oktober 2019 haben die Sozialpartner – die Gewerkschaft younion und der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der WKO – den Allgemeinen Kollektivvertrag (vormals Kollektivertrag Nichtfilmschaffende) verhandelt und konnten einen Abschluss erzielen.

 

Auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklung der Filmwirtschaft wurde ein Kollektivvertragsabschluss im Allgemeinen Kollektivvertrag von 2,5% auf den Mindestgagentarif vereinbart. Nachdem 2019 auch eine Ist-Lohn-Erhöhung vereinbart wurde, gilt – entsprechend der Vereinbarung der Sozialpartner für 2020 nur der sogenannte unechte Ist, das ist die Aufrechterhaltung der Überzahlung. Inhaltlich gibt es keine Änderungen, ausgenommen einer Anpassung bei der Abfertigung alt im § 13 Zif  2 („Wird das Arbeitsverhältnis durch den Tod des Arbeitnehmers aufgelöst, so gebührt den gesetzlichen Erben die volle Abfertigung, jedoch auch bei mehreren gesetzlichen Erben insgesamt nie mehr als die volle Abfertigung“).

 

Eine Valorisierung des Mindestgagentarifs des Kollektivvertrags Filmberufe wurde für 2020 nicht verhandelt, da bereits in den Verhandlungsrunden des letzten Jahres vereinbart wurde, dass die Erhöhung von je 2,3% für die Jahre 2019 und 2020 zu gelten habe. Das bedeutet, dass im Kollektivvertrag Filmberufe wieder eine Erhöhung von 2,3% auf die kollektivvertraglichen Mindestgagen vorgesehen wird.

 

 

Kollektivvertrag 2020

Kollektivvertrag für Filmberufe

Allgemeiner Kollektivvertrag der Film- und Musikwirtschaft

 

Mindestgagentarif Filmschaffende 2020

Frage:

„Warum sind die Spalten für die „40h NAZ“ und „Wochenpauschalgage §7“ jetzt nur mehr mit den Bruttogagen excl. SZ/UA abgebildet und nicht mit den Brutto incl. SZ/UA Gagen?“

 

Antwort:

Weil jede Abweichung von der Mindestgage auch eine Veränderung bei den Sonderzahlungen und der Urlaubsersatzleistung nach sich zieht. Um diesen Umstand gerecht zu werden, steht seit 2017 jeweils eine aktualisierte excel-Tabelle (nachfolgend) zur Verfügung, die für jede Gage (Mindestgage und darüber hinaus) detailliert die jeweiligen Anteile der Sonderzahlungen und die Urlaubsersatzleistung ausweist.

 
Hilfstabelle zum Downloaden:

Filmschaffende_Berechnung der Gagen_2020 (excel-Tabelle)

 

Achtung!

Damit keine Tabellenveränderungen absichtlich oder unabsichtlich erfolgen können, sind die excel-Dateien passwortgeschützt. In den Tabellen ist weiters vermerkt, dass ausschließlich in die gelbe Spalte die jeweilige Gage einzutragen ist, die anderen Spalten zeigen sodann die Detaillierungen (zB SZ, UEL ua) an. Ist die eingetragene Gage geringer als die Mindestgage werden als deutlicher Hinweis auf eine Unterzahlung bewusst keine Detaillierungen angezeigt!

 
Erläuterungen zu den Gagenpositionen des Kollektivvertrags Filmberufe

Ende der 1970er Jahre sind die Sozialpartner bei der Erstellung des Mindestgagentarifs übereingekommen, dass je kürzer das Arbeitsverhältnis ist desto „höher“ sollte die entsprechende Abgeltung (Gagen) sein. Letztlich wurde der Einzeltag mit einem Viertel der Wochengage bewertet, die Wochenpauschalgage war das andere Ende. Grundlage der Differenzierung ist jedoch die Monatsgage (1. Berufsjahr).
 
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