Filmwirtschaft

 

Die Filmwirtschaft erzielte 2018 Erlöse und Erträge in Höhe von knapp 1,4 Mrd. Euro (1.375 Mio. Euro) und beschäftigt 8.156 Mitarbeiterinnen (Statistik Austria und ÖFI-Berechnungen).

 

In Summe sind es 2.534 Unternehmen, die den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Filmwirtschaft angeben. Mehr als drei Viertel (78,7%) davon sind Produktionsunternehmen im Bereich Kino- und TV-Filmherstellung. Weitere 9,9% beschäftigen sich vorwiegend mit der Produktion von Werbe- oder Wirtschaftsfilmen.

 

Der überwiegende Anteil der Unternehmen (95,5%) hat weniger als zehn Beschäftigte. Vor allem im Bereich der Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) erzielen größere Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen deutlich höhere Erlöse und Erträge pro Mitarbeiterin: So sind es 3,2% der Produktionsfirmen (Kino- und TV- Film), die knapp 73% der Erlöse und Erträge erwirtschaften. Diese Asymmetrie ist seit Jahren konstant.

 

2018 ist die Branche insgesamt das zweite Mal in Folge auch nominell geschrumpft. Anders als in früheren Jahren sind diese Ertragsrückgänge in allen Bereichen (außer dem kleineren Segment des Wirtschaftsfilms) zu beobachten. Produktionsunternehmen sind mit minus 0,5% wie auch die Nachbearbeitung (minus 0,6%) noch relativ gut davongekommen, der Werbefilm verliert 9,5%. Die Verleihfirmen aber haben mit minus 12,6% bei Erträgen und Erlösen weiter verloren und haben seit 2015 ein Drittel ihrer Erlöse und Erträge eingebüßt. Die Videotheken haben ihren kontinuierlichen Schrumpfungsprozess fortgesetzt und erreichen gerade noch die Hälfte der Werte von 2014. In Summe bedeutet das ein Minus von 2,4%.

 

Trotz dieser negativen Entwicklung der Erlöse und Erträge wachsen die Beschäftigungszahlen insgesamt um 2,6%. Betrachtet man dabei aber auch die Entwicklung der unselbständig Beschäftigten (plus 1,1%) wird deutlich, dass das Jobwachstum nur teilweise auf EPUs zurückzuführen sein dürfte. Die Zahl der Beschäftigten nimmt im wichtigsten Bereich, bei den Produktionsfirmen um 5,1% zu, bei den Unselbständigen aber auch um 2,9% zu. Außer den Beschäftigten in den Videotheken (minus 10%) legen die Beschäftigten im Verleih (plus 8%) und im Wirtschaftsfilm (plus 5%) zu.

 

Quelle: Filmwirtschaftsbericht 2019 (2020)