Kollektivverträge 2021

 

Valorisierung der Mindestgehälter/Mindestgagen

 

Die Gewerkschaft younion und der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich haben sich am 22. September 2020 für die rund 5.000 Betriebe der Kulturwirtschaft beim Allgemeinen Kollektivvertrag der Film- und Musikwirtschaft auf eine Erhöhung des Mindestgehalts/der Aufrechterhaltung der Überzahlung um 1,45% geeinigt. Am 28. September 2020 haben die Sozialpartner beim Kollektivvertrag für Filmberufe ebenfalls eine Erhöhung der KV Mindestgagen um 1,45% vereinbart.

 

Den Gesprächen ging eine Analyse der Situation voraus, die sowohl die ernste wirtschaftliche Lage der gerade in der Kulturwirtschaft besonders betroffenen Unternehmen als auch die schwierige ökonomische und von Zukunftsängsten begleitete Situation der Arbeitnehmerinnen in diesem Bereich zu berücksichtigen hatte.

 

Mit dem vollkommenen Zusammenbruch der Eventwirtschaft, der partiellen Schließung von Abspielstätten (zB Kinos) und dem Abbruch von Dreharbeiten in der Filmproduktion wurden weite Bereiche der Film- und Musikwirtschaft in der Zeit des ersten Corona Lock-down ’s de facto auf null gestellt.

 

Die Kurzarbeit hat in vielen Bereichen geholfen, die Arbeitskräfte in den Betrieben zu halten: Insbesondere der Filmwirtschaft war aufgrund des restriktiven Ausschlusses von befristeten Arbeitsverhältnissen in den Kurzarbeitsrichtlinien oft eine Anwendung dieser Regelungen nicht möglich.

 

Umso schwieriger war es, hier einen Ausgleich zu finden. In Anerkennung der durchschnittlichen Entwicklung des Verbraucherpreisindex der letzten 12 Monate konnten sich die Vertragspartner in konstruktivem Klima darauf einigen, die Entwicklung des Verbraucherpreisindex als Basis für die Gespräche anzuerkennen, da es weder den Arbeitnehmerinnen zumutbar sei, de facto einen realen Einkommensverlust zu erleiden, noch den Wirtschaftsunternehmen ein über dem Verbraucherpreisindex liegender Abschluss zusätzlich zur existenziell schwierigen ökonomischen Situation. Die im sozialpartnerschaftlichen Geist abgehaltenen Gespräche haben aus Sicht beider Vertragsparteien ein vernünftiges Ergebnis gebracht.

 

 

Kollektivvertrag 2021

Kollektivvertrag für Filmberufe

Allgemeiner Kollektivvertrag der Film- und Musikwirtschaft

Mindestgagentarif Filmschaffende 2021

Berufsbilder

 

 

Hilfstabelle zum Downloaden:

Filmschaffende_Berechnung der Gagen_2021 (excel-Tabelle)

Grundgehalt_Berechnung-2021 (excel-Tabelle)

 

Achtung!

Damit keine Tabellenveränderungen absichtlich oder unabsichtlich erfolgen können, sind die excel-Dateien passwortgeschützt. In den Tabellen ist weiters vermerkt, dass ausschließlich in die gelbe Spalte die jeweilige Gage einzutragen ist, die anderen Spalten zeigen sodann die Detaillierungen (zB SZ, UEL ua) an. Ist die eingetragene Gage geringer als die Mindestgage werden als deutlicher Hinweis auf eine Unterzahlung bewusst keine Detaillierungen angezeigt!

 
Erläuterungen zu den Hilfstabellen
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Erläuterungen zu den Gagenpositionen des Kollektivvertrags Filmberufe
Ende der 1970er Jahre sind die Sozialpartner bei der Erstellung des Mindestgagentarifs übereingekommen, dass je kürzer das Arbeitsverhältnis ist desto „höher“ sollte die entsprechende Abgeltung (Gagen) sein. Letztlich wurde der Einzeltag mit einem Viertel der Wochengage bewertet, die Wochenpauschalgage war das andere Ende. Grundlage der Differenzierung ist jedoch die Monatsgage (1. Berufsjahr).
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